Keine Krise ist wie die andere. Doch an der Börse kristallisiert sich letztendlich immer wieder dasselbe Muster heraus: In der Krise ist nach der Krise. Was das bedeutet? Die Börsen eilen dem tatsächlichen Geschehen in der Wirtschaft immer ein Stück voraus, reagieren auf jede neue Entwicklung und jede veränderte Wahrscheinlichkeit. Das führt dazu, dass der Aktienmarkt vieles längst eingepreist hat, wenn Themen laut in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Beispiele sind etwa die weiter steigende Inflation – auch in den kommenden Quartalen – oder die Knappheit bei Gas.

Für Anleger bedeutet das: Selbst im aktuellen Marktumfeld bieten sich Chancen. Zwar sollte angesichts der unsicheren Gesamtlage und des langfristigen Investment-Ansatzes unbedingt die Sicherung von Vermögen erste Priorität haben; doch damit ist nun nicht zwangsläufig Passivität gemeint. Zwar sollten angesichts des turbulenten und schwer vorhersehbaren Umfelds weitere Korrekturen nicht ausgeschlossen werden. Doch wer heute nicht handelt und die Entwicklungen am Aktienmarkt ausschließlich von der Seitenlinie aus betrachtet, der erleidet aufgrund der Inflation einen Kaufkraftverlust in Rekordtempo und sichert eben nicht langfristig sein Vermögen. Doch wie sollten sich Anleger nun positionieren?

Richtig anlegen & Vermögen sichern: An der Qualitätsaktie führt kein Weg vorbei

Zum einen sollten Anleger nicht nur in der aktuellen Krise behutsam – also in mehreren Schritten – investieren, sondern stets vermeiden, auf den perfekten Einstiegszeitpunkt zu warten, um dann die gesamten Ersparnisse auf einen Schlag zu investieren. Diese „Strategie“ geht in der Regel nach hinten los. Bereits investierte Anleger sollten ihre Depots zudem dahingehend überprüfen, welche Aktien und Branchen die Stars der Zukunft sein könnten und sich möglicherweise von Altlasten befreien. Dabei gilt auch, mindestens 20 Prozent Cash zu halten, um dann gezielt nachzukaufen. Denn: Trotz aller – oder gerade wegen der zahlreichen – Negativeinflüssen führt kein Weg an der guten Qualitätsaktie vorbei – diese erhält das Kapital über Jahrzehnte, gerade wenn es um das Thema Inflation geht.

Attraktiv erscheinen derzeit vor allem Unternehmen, die ein stabiles Geschäftsmodell, einen hohen Cash-flow und eine starke Marktstellung aufweisen – und zwar vor allem deshalb, weil nur solche Konzerne die enormen Preissteigerungen vergleichsweise einfach weiterreichen können. Auf der anderen Seite sollten aber auch die Trends auf dem Radar bleiben, die mittel- und langfristig Konjunktur haben. Dazu gehören etwa die Themen Digitalisierung, E-Mobilität, E-Commerce, Erneuerbare Energien oder Infrastrukturmaßnahmen. All diese Entwicklungen sind gekommen, um zu bleiben und dringend notwendig, damit die Welt den Pfad des Fortschritts weiter beschreiten kann. Anleger können sich diese Trends gerade während stürmischer Marktphasen zu Nutze machen. Doch wie?

Zurück zum Bild von den Aktienmärkten, die die Entwicklung der Wirtschaft hektisch zu antizipieren versuchen und jede Entwicklung einpreisen: Innerhalb dieser Hektik ergeben sich für alle Anleger mit einem klaren Kompass große Chancen. Dann nämlich, wenn eine vermeintlich neue Entwicklung zwar medial hitzig diskutiert wird, im Detail aber wenig Veränderung zum Schlechten bietet. Die Krisenstimmung rund um Inflation, Krieg und Energieknappheit hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, in dem viele Marktteilnehmer nur noch das Schlechte erwarten. Das kann punktuell zu weiteren Kursrutschen führen. Es lässt aber auch den Zeitpunkt näherrücken, an dem sich alle Pessimisten bereits von ihren Aktien getrennt haben und ein Ereignis ausreicht, um eine Trendwende herbeizuführen. Was wäre etwa, wenn Putin das Gas weiter fließen lässt und in Verhandlungen eintreten will?

Wer Unternehmen gut kennt, hat bei Marktschwäche Vorteile

Fakt ist: Der Vermögensaufbau mit Aktien ist komplex. Doch wer jahrzehntelange Erfahrung mitbringt, über das notwendige Wissen verfügt und viele hundert Einzeltitel entlang langfristig robust intakter Trends regelmäßig analysiert, ist bestens gerüstet dafür, bei Marktschwäche zukaufen zu können. Und dies betrifft dann unser Haus, denn das ist unsere Aufgabe, die wir seit mittlerweile 28 Jahren innerhalb unserer Vermögensverwaltungs-lösungen, für unsere Kunden, ausüben.

Da wir nie wissen, welche Kapriolen die Börse kurzfristig als nächstes schlägt, ist es ratsam nach Plan vorzugehen und mögliche, interessante Zukäufe maßvoll und in Tranchen umzusetzen. So positionieren wir uns für die Zeit nach der Krise und diese wird früher oder später dann auch wieder als guter Einstiegszeitpunkt gewertet werden, wie es bei allen Krisen die letzten Jahrzehnte war. Auf lange Sicht hat der Aktienmarkt Anleger stets mit einer attraktiven Rendite belohnt, die jährliche Rendite mit DAX-Aktien liegt beispielsweise bei durchschnittlich fünf bis acht Prozent – und dies benötigt man nicht nur um die Inflation zu schlagen, die uns noch lange begleiten wird, sondern um sein Vermögen zu erhalten und zu mehren.

 

Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss.

Diesen Beitrag teilen