Starke Berichtssaison rückt US-Aktien in den Fokus

19. Mai 2026

Die globale Lage in der Wirtschaft und Geopolitik ist herausfordernd. Dennoch: Zahlreiche Unternehmen in den USA überraschen mit starken Zahlen für das erste Quartal. US-Aktien sind daher nach wie vor mehr als nur eine Alternative; ausgesuchte Titel gehören in jedes gut strukturierte Depot.

Auf den ersten Blick ist das womöglich für einige private Anleger schwer zu verstehen. Trotz eines stark gestiegenen Ölpreises, trotz Iran-Krieg und neuen von US-Präsident Donald Trump angekündigten Handelszöllen, der US-Aktienmarkt ist in Rekordlaune. Sowohl der marktbreite S&P 500, wie auch der Technologieindex Nasdaq 100 haben in den zurückliegenden Tagen Allzeithochs erklommen. Und auch die US-Aktien im Dow Jones zeigen sich mehr als robust, auch wenn es beim Blue Chip-Index bislang noch zu keinem neuen Rekordstand gekommen ist – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

US-Aktien spielen starke Zahlen in ihre Karten

„Futter“ für die Börse ist schließlich da. Das zeigen die aktuellen Zahlen aus der laufenden Berichtsaison. Die ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber doch recht weit fortgeschritten. Etwa zwei Drittel der im S&P 500 notierten Unternehmen haben bis dato ihre Zahlen für das erste Quartal vorgelegt – und das überwiegend erfolgreich. Unter dem Strich zeichnet sich ein Gewinnwachstum von rund 28 Prozent ab. Ein überaus starkes Ergebnis, das die laufende Aktienrally rechtfertigen könnte.

Dennoch lohnt ein genauerer Blick: Das Gewinnwachstum wird durch Sondereffekte bei einigen Großkonzernen zum Positiven verzerrt. Fusionen, Übernahmen, Restrukturierungen oder Buchungseffekte vor allem bei den Tech-Giganten blähen einige Gesamtbilanzen auf. Auf der anderen Seite ändert das jedoch kaum etwas an der freundlichen Gesamttendenz, immerhin konnten 83 Prozent der Unternehmen die zuvor getroffenen Analystenschätzungen überbieten. Ergo, bei US-Aktien es läuft besser als gedacht.

Investitionen treiben Gewinne an

Ein wichtiger Treiber des Gewinnwachstums ist die Künstliche Intelligenz. Große Ausgaben in die KI haben etwa bei den Herstellern von Speicherchips zu einer Art Sonderkonjunktur geführt und deren Gewinne deutlich nach oben gedrückt. Angenehm überrascht zeigt man sich an der Börse auch über die insgesamt steigenden Investitionen der Unternehmen. Berechnungen zeigen, dass das Investitionswachstum der S&P 500-Unternehmen gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal so hoch sein könnte wie seit 2001 nicht mehr. Das alles sorgt für gute Stimmung.

Konsumlaune könnte sich eintrüben – das trifft aber nicht alle US-Aktien

Das zweite Quartal könnte bei einigen Aktienwerten etwas schwieriger werden. Zwar kann man wohl davon ausgehen, dass die Investitionen in die KI hoch bleiben werden, aber anderswo winkt dann womöglich doch ein wenig Gegenwind – etwa durch den Ölpreis, der im zweiten Quartal durchschlagen könnte.

Öl drückt auf die Stimmung

Es ist zwar richtig, dass Öl heutzutage nicht mehr den Stellenwert für die Wirtschaft einnimmt wie früher, doch der Ölpreis könnte dennoch auf die Stimmung drücken. So ist der Verbraucherindex der Universität von Michigan im April 2026 gefallen, der Rückgang ist auch mit dem gestiegenen Ölpreis zu erklären, der unter anderem das Autotanken erheblich verteuerte. Das lässt alle etwas vorsichtiger werden und bei den Unternehmen könnte es daher für etwas Zurückhaltung sorgen und die Investitionen insgesamt abschwächen lassen.

US-Aktien bieten Chancen, aber sicherlich nicht alle

Eine solche Entwicklung würde nicht alle US-Aktien gleichermaßen treffen. Insbesondere die großen US-Techwerte könnten sich vom Rest des Marktes lösen und eine gewisse Eigendynamik entfalten, auch an der Börse. Darüber hinaus bieten auch einige weitere spannende US-Aktien aus anderen Branchen auf mittlere und lange Sicht durchaus attraktive Renditechancen. Auf welche Aktien Anleger jetzt setzen können, dazu gerne mehr in einem persönlichen Gespräch: Kontakt.

 

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Dr_Markus_C_Zschaber_Pressefoto_2025Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.

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