Infrastruktur hat immer Konjunktur
19. April 2023
Marode Straßen, brüchige Brücken – nicht nur Autofahrer leiden unter einer maroden Infrastruktur. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) halten vier von fünf befragten Unternehmen die Infrastruktur in Deutschland für so schlecht, dass sie in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt werden. Auch in anderen Regionen sind die Zustände alarmierend. In den USA gehen beispielsweise wegen brüchiger Wasserleitungen täglich enorm große Mengen des immer kostbarer werdenden Nass verloren – und in Großbritannien weist das Kanalsystem vielerorts einen äußerst kritischen Zustand auf. Doch wie wird Infrastruktur zu einem Thema für Anleger?
Infrastruktur als Standort-Faktor
Regierungen rund um die Welt haben jahrelang dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur auf die lange Bank geschoben – und dies, obwohl jedem klar sein sollte, dass eine intakte Infrastruktur Grundvoraussetzung ist für ein stabiles und nachhaltiges Wachstum. Viele Staaten haben nun aber offenbar erkannt, dass kaputte Straßen, aber auch schlecht gedämmte Gebäude und eine unzureichende Verkehrs- und Datenanbindung ein nicht zu unterschätzender Standortnachteil sind.
Inmitten der Transformation der Industrie gilt es aber, Anbieter von Zukunftstechnologie ins eigene Land zu locken. Dafür nehmen Regierungen zunehmend Geld in die Hand. So wie etwa die Vereinigten Staaten, die Ende 2021 ein Programm im Gegenwert von rund 1,2 Billionen US-Dollar beschlossen haben, um die US-Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Doch wie können Investoren davon profitieren?
Aussichtsreiche Infrastruktur-Bereiche
Während institutionelle Anleger, wie etwa Versicherungen oder Pensionskassen, sich gerne in Form von Public-Private-Partnerships an Autobahnen, Flughäfen oder anderen Projekten beteiligen und sich davon stetige Erträge und langfristig auch einen Inflationsausgleich versprechen, funktionieren Investments in Infrastruktur auch mittels Aktien.
Vor allem Unternehmen aus der Baubranche, die Großprojekte stemmen können und in verschiedenen Regionen der Welt tätig sind, bieten sich an. Gerade bei Großprojekten spielt die kurzfristige Stimmung am Bau so gut wie keine Rolle: Während etwa die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser zuletzt im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent eingebrochen sind, rollen heute noch immer Großprojekte an, die zwar schon vor Jahren beschlossen wurden, deren Ablauf sich aber bis heute verzögert hat. Diese, oftmals durch Vorschriften und politische Abwägungen hervorgerufene Antizyklik können sich Investoren zu Nutze machen.
Groß und erfahren
Chancen bestehen auch bei Anbietern von Baumaterial oder Heizungsanlagen. Dämmungen sind seit Jahren gefragt und dürften durch die wachsenden energetischen Anforderungen an Gebäude auch weiter von einer Sonderkonjunktur profitieren. Denkt man im internationalen Kontext, gewinnen auch Unternehmen an Bedeutung, die von der zunehmenden Urbanisierung profitieren. Hier sind unter anderem Wasseraufbereiter interessant, die intelligente Lösungen anbieten, um das kostbare Nass möglichst effektiv zu verteilen.
Investment-Ziele sollten in erster Linie Erfahrungen mit Großprojekten haben und bereits in der Vergangenheit entsprechende öffentliche Aufträge abgewickelt haben. Der Fokus sollte also vor allem auf erfahrene und große Konzerne gerichtet werden, die zu den Spezialisten für komplexe Baugruben zählen. International kommen auf kleineren Märkten zahlreiche hierzulande weitgehend unbekannte Unternehmen hinzu. Auf diese Weise können Anleger etwa in Wasserversorger in Asien oder in Lateinamerika tätige Baukonzerne investieren.
Infrastruktur: Investments von grundsolide bis chancenreich
Um von öffentlichen Investitionen in Infrastruktur zu profitieren, sollten Anleger dieses Investment-Thema unbedingt in ein diversifiziertes Portfolio einbetten und ausgehend von Schwerpunkten bei großen Baukonzernen immer granularer vielversprechende Investment-Satelliten rund um Spezialthemen oder bestimmte Anlageregionen beimischen. Gerade in der aktuellen Markphase bieten öffentliche Aufträge rund um Infrastruktur ein stabiles Geschäft und eine vielversprechende Perspektive für sicherheitsorientierte Anleger.
So weit, so gut. Aber: Der Vermögensaufbau mit Aktien ist eine komplexe Aufgabe. So ist es für Privatanleger zum einen kein allzu leichtes Unterfangen öffentliche Investitionsvorhaben, und zum anderen die aussichtsreichen Unternehmen aus dem Bereich Infrastruktur zu identifizieren. Innerhalb unserer Vermögensverwaltungslösungen haben wir diese Branche und diesen Trend bereits berücksichtigt, so dass unsere Anleger daran partizipieren. Daher ist es wie immer sinnvoll, auf erfahrene und bestens ausgebildete Anlageexperten zu setzen, die den Markt stets analysieren und aussichtsreiche Unternehmen genauestens unter die Lupe nehmen. Mehr dazu erfahren Sie hier.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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