E-Commerce-Aktien: Neue Trends erfassen den Markt
10. Januar 2024
Deutschland ist Europameister! Auch wenn die Europameisterschaft im Handball gerade erst angefangen hat und das EM-Turnier im Fußball der Männer erst im Sommer bevorsteht, sind die Deutschen doch in einer Disziplin bereits heute spitze – beim Onlineshopping. Eine Untersuchung mit dem Namen Consumer Insights Report des chinesischen Handelsriesen AliExpress zeigt, dass 96 Prozent der Deutschen online einkaufen. Dieser Wert ist höher als in Spanien, Frankreich oder Großbritannien. Insgesamt befragten die Urheber 4.039 Konsumenten aus den vier Ländern. Was den Besitz von E-Commerce-Aktien angeht, dürften die Deutschen hingegen nicht zur europäischen Spitze gehören. Warum eigentlich?
Auch wenn die Untersuchung nur in begrenztem Maße Aufschluss über das tatsächliche Konsumverhalten in Europa geben kann, sind einige Erkenntnisse doch besonders interessant. Vor allem junge Menschen lassen sich beim Onlineshopping durch Social-Media-Aktivitäten inspirieren. Über alle Altersgruppen hinweg gewinnen Influencer an Bedeutung für die spätere Kaufentscheidung.
Social Media gewinnt beim Onlineshopping an Bedeutung
Doch was bedeutet das für die E-Commerce-Branche und E-Commerce-Aktien? Bereits vor einigen Wochen wurde darüber spekuliert, dass die chinesische Social-Media-Plattform TikTok in Europa einen eigenen Onlineshop starten könnte. Schon heute sind Plattformen wie Shein, Temu, Wish oder AliExpress bei Konsumenten beliebt. Die Chinesen verstehen dabei vor allem den Mix aus Social Media und Shopping: Was vor Jahren im Gleichklang mit H&M oder Primark als „Fast Fashion“ bezeichnet wurde, ist dank chinesischer Plattformen „Ultra-Fast-Shopping“.
Plattformen produzieren gerade im Bereich der Mode Kleinserien, bewerben diese auf Social Media und bekommen so direkt Nutzer-Feedback. „Zündet“ ein Produkt, geht es in die Großserie. Inzwischen entstehen auf diese Weise neue Kollektionen im Wochentakt – für junge Nutzer ist diese oft sehr günstige Mode äußerst attraktiv. Etablierte E-Commerce-Unternehmen wie Zalando werden auf diesen Trend reagieren müssen – chinesische Unternehmen setzen die Branche zunehmend unter Druck.
Stattliches Umsatzwachstum in der E-Commerce-Branche
Auch wenn E-Commerce-Aktien aus Deutschland oder den USA auf lange Sicht auch weiterhin eine spannende Option für Anleger bleiben, sollten wir diese neuen Entwicklungen nicht außer Acht lassen. Vor allem die Verzahnung von Social Media und Mode ist ein Trend, der weiter an Bedeutung gewinnen wird – schließlich geht es bei Mode immer auch ein wenig um die Selbstdarstellung. Weitere Bereiche, in denen Social Media und Influencer über das Kaufverhalten entscheiden, sind etwa Unterhaltungselektronik oder Sportartikel. Das für die kommenden Jahre erwartete Wachstum im E-Commerce könnte sich also ungleich verteilen.
Wie Statista Market Insights schätzt, könnte der Umsatz auf dem E-Commerce-Markt 2024 weltweit bei rund 3,3 Billionen Euro liegen – und bis 2028 könnten die Erlöse jährlich um rund 9 Prozent zulegen. Auch wenn junge Konsumenten nicht so große Budgets für den Einkauf haben – der durchschnittliche Erlös je Onlinekäufer soll 2024 bei 1.738 Euro liegen –macht es für Unternehmen doch Sinn, diese Zielgruppe zu adressieren. Schon mit dem Einstieg ins Berufsleben wächst das Budget dieser Käufergruppe deutlich. Unternehmen, die sich entsprechend positioniert haben, dürften auf mittlere und lange Sicht profitieren.
E-Commerce-Aktien: Für alle Anleger der richtige Mix
Aus diesem Grund schauen wir bei etablierten Onlinehändlern genau hin und goutieren innovative und auf lange Sicht attraktive Ansätze ausdrücklich. Auch der Markt in China, der auf viele Absatzmärkte in Asien ausstrahlt, bleibt interessant, wenngleich er natürlich dennoch mit Vorsicht zu genießen ist. Zwar kommt bei diesen Titeln nach schwachen Jahren für Schwellenländer hinzu, dass sie vergleichsweise günstig wären und auf einem der wichtigsten Märkte der Zukunft präsent sind, aber als Vermögensverwalter oder Anleger sollte man genauestens prüfen, wo sich der Kauf lohnt. Am Ende entscheidet der richtige Mix aus innovativen Neulingen, riesigen Disruptoren aus Asien und etablierten Konzernen im E-Commerce-Bereich. Wie diese Allokation letztlich aussehen wird, ist je nach Risikoneigung individuell, gern erläutern wir unsere Ansätze, denn wir freuen uns immer über neue Kunden für unsere Vermögensverwaltung. Haben Sie weitere Fragen dazu: Unter folgendem Link finden Sie Ihre Antworten: Kontakt
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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