Keine Angst vor Inflation

17. Juni 2026

Die Inflation hat zuletzt diesseits und jenseits des Atlantiks ein wenig an Fahrt aufgenommen. Anleger müssen nun aber nicht in Panik verfallen, mit Aktien können sie der Inflation ein Schnippchen schlagen. Schließlich schützen die richtigen Aktien als Sachwerte vor der Geldentwertung.

Die Inflation ist zurück. Im Mai notierte sie im Euroraum bei 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat; damit liegt die Teuerungsrate über dem angestrebten Wert der Europäischen Zentralbank (EZB) in Höhe von rund zwei Prozent. Der Anstieg kam nicht überraschend, legte die Inflation doch schon seit Februar 2026 wieder leicht zu.

USA-Iran-Konflikt beflügelt die Inflation

Die Inflation ist damit eindeutig auf die weltpolitische Entwicklung zurückzuführen; im Februar griffen Israel und die USA den Iran an, der wiederum sperrte die Straße von Hormus, eine wichtige Transportstrecke für den internationalen Ölhandel. Die Börse reagierte empfindlich, die Ölpreise zogen in kurzer Zeit kräftig an. Und da Öl in vielen Industriebereichen eine Schlüsselfunktion einnimmt, war klar, dass die Inflation am Ende zulegen wird. Und somit war auch die Zinserhöhung der EZB im Juni keine allzu große Überraschung, die Notenbanker hoben den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent an.

Aktien als Sachwerte bieten Schutz vor Inflation

Am Aktienmarkt löste die Zinsanhebung kaum eine negative Reaktion hervor. Nicht nur, dass die Zinsanhebung erwartet und damit auf dem Parkett längst „verdaut“ und als „Non-Event“ abgehakt war, Aktien bieten sich zudem in Inflationsphasen durchaus auch als Schutz an, zählen Aktien doch wie beispielsweise Immobilien zu den Sachwerten. Mit Aktien beteiligt sich ein Anleger an einem Unternehmen, das wiederum über „handfeste“ Werte wie Firmengebäude, Fabrikhallen, Maschinen und Personal verfügt. Auch das Know-how eines Unternehmens in einem Bereich, das Wissen um Herstellung und Produktion von Maschinen und Softwareprogrammen, ist hier wichtig – auch wenn es sicherlich weniger handfest ist als eine Firmenhalle.

Sachwerte weisen einen Schutz vor Inflation auf, weil sie eben nicht beliebig vermehrt werden können und damit der Inflation, der Entwertung des Geldes, etwas entgegensetzen. Unternehmen sind nun mal nicht einfach so kopierbar. Sie stellen einen Wert an sich da, der von einer Aktie widergespiegelt wird. Kurzum: Aktien schützen vor Inflation, zumindest mittel- und langfristig.

Höhere Zinsen sind nicht automatisch Gift für den Aktienmarkt

Kurzfristig kann natürlich auch der Aktienmarkt unter einer Inflation leiden, dass aber nicht so sehr wegen der Geldentwertung an sich, sondern weil Inflation häufig in Verbindung mit anderen makroökonomischen Störeffekten auftritt, wie etwa Zinsanhebungen und/oder Rezessionen.

Doch diese Effekte werden von vielen Anlegern überschätzt. So sind Zinsanhebungen nicht automatisch Gift für den Aktienmarkt, auch wenn das oft gesagt wird. Grundsätzlich stimmt es zwar, dass steigenden Zinsen die Attraktivität von Aktien schmälern, doch am Ende kommt es immer auf die Höhe der Zinsen und das ökonomische Umfeld an. Zinsen im Bereich von zwei bis drei Prozent – und in diesem Bereich bewegen wir uns derzeit – sind keine wirkliche Konkurrenz zum Aktienmarkt, der auf lange Sicht eine jährliche Durchschnittsrendite von sechs bis acht Prozent aufweist. Das gilt umso mehr, wenn der Aktienmarkt von einer boomenden Wirtschaft profitiert, so wie wir das in den zurückliegenden Jahren gesehen haben und wohl noch einige Zeit sehen werden – dem anhaltenden Boom rund um die KI, den Infrastrukturmaßnahmen, der Logistikbranche und weiteren Sektoren sei Dank.

Das sollten Anleger bei erhöhter Inflation beachten

Mehr noch: Sind Anleger mit Aktien an solchen Unternehmen beteiligt, die die gestiegen Inflations-Kosten an ihre Kunden weitergeben können, profitiert man sogar als Börsianer von der Inflation. Auch in Zeiten erhöhter Teuerungsraten gilt also: Aktie ist nicht gleich Aktie; es kommt also vor allem darauf an, die Aktien zu identifizieren, die mit einer hohen Inflation am ehesten gut klarkommen.

Studien zeigen, dass Aktien allgemein mit einer Inflationsrate von bis zu fünf Prozent gut zurechtkommen. Erst darüber hinaus kann es langfristig zu Rückschlägen am Markt kommen. Der Aktienmarkt ist also bei einer moderaten bis erhöhten Inflationsrate von bis zu fünf Prozent als Inflationsschutz sehr gut geeignet.

Doch welche Aktien und Branchen sind in Phasen erhöhter Inflation zu bevorzugen? Mit welchen Papieren können Anleger der Inflation ein Schnippchen schlagen? Darüber würden wir von der Vermögensverwaltung Dr. Markus C. Zschaber gerne mit Ihnen sprechen: Kontakt.

 

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Dr_Markus_C_Zschaber_Pressefoto_2025Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.

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