Healthcare-Aktien – eine defensive Branche geht in die Offensive
16. Februar 2021
Die Gesundheitsbranche steht angesichts der weltweiten Corona-Pandemie mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Sei es bei der Diagnose, ob eine Infektion vorliegt, bei der Herstellung von Masken und Beatmungsgeräten, bei der Entwicklung und Produktion eines Impfstoffes sowie der späteren Vorbeugung – das Auftauchen des COVID 19-Virus hat aus wirtschaftlicher Sicht positive Auswirkungen auf die Branche des Gesundheitswesens. Und damit auch selbstverständlich auf die Healthcare-Aktien.
Healthcare-Aktien in allen Börsenphasen eine attraktive Wahl
Zwar sind auch europäische Pharma- und Gesundheitsunternehmen nicht immun gegen die Corona-Pandemie, doch verlor der STOXX 600 Health Care Index vor allem zu Beginn der Krise deutlich geringer an Wert als – gemessen am EuroStoxx 50 – der Gesamtmarkt. Damit zeigt sich einmal mehr: Defensive Branchen sind in turbulenten Zeiten nicht ganz so anfällig. Dies bedeutet nun aber nicht, dass der STOXX 600 Health Care Index ausschließlich für unruhige Börsenphasen eine gute Wahl ist, im Gegenteil. Auch auf lange Sicht hat der STOXX 600 Health Care Index weitaus besser performt als der EuroStoxx 50. Und auch künftig könnten sich auf mittlere und lange Sicht Healthcare-Aktien besser entwickeln als der breite Markt.
Viele Gründe sprechen für anhaltenden Boom der Healthcare-Aktien
Die Gründe dafür sind vielfältig, betrifft das Thema Gesundheit doch alle Menschen weltweit. Heute mehr denn je angesichts der steigenden Weltbevölkerung, der zunehmenden Lebenserwartung der Menschen, der demographischen Verschiebung bei der Alterspyramide, dem gewachsenen Gesundheitsbewusstsein sowie immer neuen Behandlungsmöglichkeiten, die durch die intensive Forschung entstehen. Außerdem: An der Gesundheit wird meist zuletzt gespart. Und nicht zuletzt sorgt das soziale Sicherungssystem durch unsere Krankenversicherungen für eine stetige und anhaltende Nachfrage.
Healthcare-Aktien sind unabhängiger von gesamtwirtschaftlicher Entwicklung
Vor dem Hintergrund der Perspektiven der Healthcare-Aktien dürften mittel- und langfristig mehr als durchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten sein. Nicht nur bei den etablierten Healthcare-Unternehmen. Dies gilt zum einen mit Blick auf Strukturtrends wie Demographie, Technologie-Fortschritt und innovative Forschung etwa in der Gentechnik. Andererseits drängen sich aber auch Konzerne aus der zweiten Reihe, aus Branchen wie der Medizintechnik, der Telemedizin, Online-Apotheken, Praxis-Software oder auch aus dem Bereich der Hörhilfen und Orthopädie auf. Auf sie könnte sich der Blick richten, wenn sich der Fokus der Anleger weg von den aktuellen Ereignissen hin zu alternativen Healthcare-Aktien richtet.
Fonds als solide Anlage in Healthcare-Aktien
Healthcare-Aktien erwiesen sich in den vergangenen Dekaden als recht robustes Investment. Die Dotcom-Blase warf sie ebenso wenig aus der Bahn wie die Finanzkrise. Pharma, Biotech und Co. zeigten sich vergleichsweise resistent gegen Verwerfungen an den Aktienmärkten. Für risikobewusste Anleger könnte sich ein aktiv gemanagter Fonds oder passiv investierende Indexfonds lohnen. Damit können Anleger auf gesunde Weise und gut diversifiziert in die Gesundheitsbranche und in Healthcare-Aktien investieren. Dass sich dies lohnen kann, zeigt die Entwicklung des MSCI World Healthcare Index. In den vergangenen Jahren rentierte der Healthcare-Index im Durchschnitt mit rund 10 Prozent pro Jahr, der MSCI World Index stieg derweil jährlich um etwa 7 Prozent.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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