Asiatische Aktienmärkte in Aufbruchsstimmung
5. Februar 2021
Als erste in die Krise, als erste aus der Krise – auf diesen Nenner lässt sich die aktuelle Situation an den Asiatischen Aktienmärkten bringen. Die Börsen in Fernost haben die Pandemiesorgen in den Hintergrund gedrängt. An deren Stelle ist der Konjunkturoptimismus getreten. Zu Recht, denn die Wachstumsaussichten sind positiv und für Anleger ergeben sich attraktive Investitionsmöglichkeiten.
Der Internationale Währungsfonds rechnet in diesem Jahr in Asien mit einem Wachstum von durchschnittlich 8 Prozent. Die Vorhersagen für die Weltwirtschaft liegen dagegen bei im Schnitt lediglich 5 Prozent. Die asiatischen Aktienmärkte profitieren vor allem davon, dass sie die Pandemie frühzeitig zurückdrängen konnten. Vor allem aber erholte sich die Wirtschafts-Supermacht China schneller als erwartet und schob die Konjunktur der gesamten Region wieder an. Ein weiterer Impuls dürfte von dem jüngst geschlossenen Freihandelsabkommen der 15 größten Asien-Pazifik-Staaten RCEP kommen. Vor diesem Hintergrund dürfte Asien in diesem Jahr zu den am stärksten wachsenden Regionen zählen – und damit noch stärker ins Blickfeld von Anlegern rücken.
Erholung in Asien auf breiter Front
Mit der konsequenten Verfolgung von Infektionen und einer rigorosen Abschottung bei den Kontakten erholten sich die Volkswirtschaften Asiens zuletzt auf breiter Front. China, Korea oder auch Taiwan dämmten die Pandemie erfolgreicher ein als viele andere Regionen weltweit. So befindet sich China konjunkturell bereits wieder auf Vorkrisenniveau. Ein Zustand, von dem Europa oder die USA noch weit entfernt sind. Das zeigt sich auch in der Entwicklung an den Börsen. Der CSI-Index mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen in Shanghai und Shenzhen, der südkoreanische Kospi-Index, sowie die Börse von Taiwan und der japanische Nikkei entwickelten sich besser als der US-Leitindex Dow Jones Industrial oder der heimische DAX.
Demographie und Produktivität als Treiber
Dass sich diese Entwicklung fortsetzen könnte, scheint sehr wahrscheinlich. Die möglichen Gründe:
- Einerseits bietet die demographische Entwicklung in Asien erhebliches Potenzial. So wird nach Schätzungen von Experten die konsumfreudige Mittelschicht Asiens bis zum Jahr 2030 um eine Milliarde Menschen anwachsen. Dies dürfte dem Binnenkonsum einen enormen Schub verleihen.
- Auf der anderen Seite dürfte es erhebliche Impulse aus den starken Investitionen in Forschung und Entwicklung geben, die die Produktivität Asiens weiter gesteigert haben. Insbesondere die Investitionen in die Digitalisierung, in künstliche Intelligenz, in Robotertechnik sowie Arbeiten in der Cloud in China, Taiwan oder Südkorea treiben den Wandel der Schwellenländer zu einer produktiveren und vernetzteren Wirtschaft mit höherer Wertschöpfung voran.
- Nicht zuletzt haben die Schwellenländer Asiens durch politische und wirtschaftliche Reformen, den Abbau von Schulden sowie die Kontrolle der Inflation die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.
- Unterstützend für Asiens Aktienmärkte dürfte auch die Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten wirken, der für eine gemäßigtere Handelspolitik stehen dürfte als sein Vorgänger.
Asiatische Aktienmärkte bieten attraktive Renditechancen
Als Folge der weltweiten Erholung der Konjunktur und der eigenen Stärke dürften Asiens Unternehmen und Aktienmärkte mittel- und langfristig überdurchschnittlich profitieren. Damit bieten asiatische Aktienmärkte attraktivere Investitionsmöglichkeiten als etwa die Schwellenmärkte Südamerikas. Für Privatanleger bietet es sich dabei an, in aktive oder passive Fonds zu investieren. Dadurch verteilen sie das Risiko auf viele verschiedene Schultern.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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