USA – schauen Sie genau hin!
27. März 2026
Zugegeben, auf den ersten Blick sieht die Lage am US-Aktienmarkt angespannt aus. Doch bei genauer Betrachtung wird klar, dass Anleger auf lange Sicht weiterhin nicht an den USA vorbeikommen. Und auf kurze Sicht machen die jüngst veröffentlichten Wirtschafts- und Unternehmensdaten durchaus Mut.
Manchmal lohnt ein Blick hinter die „Kulissen“. Während „vorne auf der Bühne“ Unsicherheit und Nervosität die Oberhand übernommen haben, läuft es im Hintergrund noch recht ruhig und gesittet. Die Rede ist von der US-Wirtschaft. Der Iran-Krieg belastet, keine Frage, vor allem der hohe Ölpreis verunsichert Unternehmen und Konsumenten. An den Tankstellen rumort es, die Autobesitzer sind stinkesauer – nicht nur in den USA, aber eben auch dort.
Die Wut der Autofahrer hat sich bislang aber nicht auf die US-Konjunktur ausgewirkt. Auch wenn die Ereignisse noch relativ frisch sind und nur wenige Zahlen auf dem Tisch liegen, von einem durch den gestiegenen Ölpreis bedingten Rückgang der Konsumlaune in den USA ist noch nicht viel zu spüren, zumindest nicht so viel wie befürchtet.
Die Konsumlaune in den USA ist weiter intakt
Ein gutes Beispiel dafür ist der von der Universität Michigan erhobene Konsumklima-Index. Er hat sich im März weniger stark als erwartet eingetrübt. Er fiel um 1,1 Punkte auf 55,5 Punkte. Volkswirte hatten mit einem größeren Rückgang auf 54,8 Punkte gerechnet. Veröffentlich wurde der Index am 13. März, als schon deutlich nach Beginn des Militäreinsatzes im Nahen Osten. Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Die zeigten sich zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu besorgt. Wichtig ist dieses Ergebnis vor allem deshalb, weil US-Konsumenten die wichtigste Säule der US-Wirtschaft sind.
Allerdings, und das soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, es handelt ist um eine Umfrage im Zeitraum kurz nach Kriegsbeginn und dem Anstieg des Ölpreises. Da beide fortdauern könnten, sollte zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass aktuellere Umfragen ein anderes Ergebnis aufweisen könnten. Das bleibt aber zunächst einmal abzuwarten.
USA – immer noch unter Vollbeschäftigung
Insgesamt zeigte sich die US-Wirtschaft vor dem Konflikt recht robust. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 4,4 Prozent. Das entspricht zwar einem leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, liegt aber immer noch vergleichsweise niedrig. Die langfristige Arbeitslosenquote lag im Zeitraum 1948 bis Anfang 2026 im Durchschnitt bei etwa 5,7 Prozent, also deutlich über dem aktuellen Wert. Im Grunde genommen herrscht damit in den USA derzeit Vollbeschäftigung.
Kurzum: Es ist also sicherlich nicht überzogen, wenn man die Hoffnung äußert, dass die Konsumlaune in den USA trotz hoher Ölpreise keinen allzu großen Schaden nehmen wird.
Aktienmarkt USA ist nach wie vor das Maß der Dinge
Signale der Zuversicht kommen auch von Seiten der Unternehmen. Die Unternehmensgewinne stiegen im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um über 14 Prozent und lagen damit rund fünf Prozentpunkte über den Analystenschätzungen. Zudem übertrafen 74 Prozent der Unternehmen die Erwartungen. Vor allem Banken und US-Technologiewerte konnten mit starken Zahlen aufwarten. Da diese Unternehmen eher weniger von einem steigenden Ölpreis betroffen sind, ist auch hier die Hoffnung berechtigt, dass sich die guten Zahlen im nun zu Ende gehenden ersten Quartal 2026 fortsetzen werden. Auch dies sollte der Stimmung unter den Konsumenten zuträglich sein und die Konjunktur stabil halten.
All das spricht gegen einen Einbruch der Konjunktur einerseits, und der Kurse an der Börse andererseits. Darüber hinaus sollte auch nicht vergessen werden, dass wir hier von der mit Abstand größten Volkswirtschaft der Welt reden. Hinzu kommt, dass zwischen New York und Los Angeles die größten und innovativsten Unternehmen ihrem Firmensitz haben – und die USA daher auch auf lange Sicht weiterhin attraktive Renditechancen bieten.
Wo wir Chancen in den USA sehen
Somit wundert es wenig, dass die ein oder anderen Beobachter in der aktuellen Kursschwäche am US-Aktienmarkt Einstiegschancen sehen. Doch Vorsicht: Vor allem in einer so komplexen Zeit wie aktuell sollten Anleger nicht auf breiter Front, sondern sehr gezielt investieren. Welche Aktien wir von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber derzeit priorisieren, das zeigen wir Ihnen gerne auf: Kontakt.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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