Space Economy – grenzenloses Wachstum

3. August 2026

Im zweiten Teil unserer Serie rund um technologische Neuerungen dreht sich alles um die Erschließung des Weltalls – und die läuft auf Hochtouren. An dieser Entwicklung wird sich wohl in den kommenden Jahren auch wenig ändern. Im Gegenteil: die Space Economy boomt. Wie interessierte Anleger an dieser Technologie partizipieren können.

Pythagoras „erfand“ das Weltall – und wir machen uns nun auf, es zu besiedeln. Der griechische Philosoph prägte bereits 500 vor Christus den Begriff des „Kosmos“. Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass über uns eine übergeordnete große Harmonie herrscht, und kein Chaos. Und das ist auch gut so, denn mit über 10.000 Satelliten, die uns mittlerweile in erdnaher Umlaufbahn – im Low Erath Orbit – umkreisen, braucht es unbedingt Ordnung. Dabei ist das erst der Anfang. Fast täglich starten derzeit Raketen, um weitere Satelliten ins Weltall zu befördern.

Privatisierung des Weltalls treibt Investitionen an

Angetrieben wird der kometenhafte Anstieg der Raketenstarts hauptsächlich durch zwei Begebenheiten: Erstens, durch das Bedürfnis der Menschen, miteinander zu kommunizieren. Denn ein Großteil der Satelliten dienen der Kommunikation. Das Netzwerk „Starlink“ von SpaceX-Chef Elon Musk ist wohl das bekannteste, aber bei weitem nicht das einzige. Bis in die hinterste Ecke der Erde erlauben die Satelliten Telefonie und schnelles Internet, ganz ohne Glasfaseranbindung.

Und zweitens: Die Privatisierung eines zuvor weitestgehend staatlich geregelten Bereichs, der Raumfahrtindustrie. Noch in den 1990er-Jahren waren es überwiegend staatliche Akteure wie die US-Weltraumbehörde NASA, die den Weltraum im Visier hatten. Doch das hat sich geändert. Spätestens durch das im Jahr 2006 in den USA initiierte Förderprogramm Commercial Orbital Transportation Services (COTS) wurde die Erschließung des Weltalls in private Hände übergeben. Ziel des Programms: Die Einbindung von privaten Unternehmen in die Entwicklung und den Betrieb von Weltraumtransportsystemen. Durch COTS unterstützte die NASA zum Beispiel SpaceX. Mit einer Mischung aus öffentlichen und privaten Ressourcen entwickelte SpaceX die Falcon 9, die erste teilweise wiederverwendbare Rakete.

COTS löste zudem eine Welle privater Investitionen aus. Unternehmen haben es seitdem geschafft, die Kosten für den Transport von Nutzlasten in den Orbit drastisch zu senken, was etwa zu dem bereits erwähnten Satellitenboom führte. Zudem entstand eine völlig neue Industrie: junge Unternehmen, die sich mit Technologien für den Weltraum beschäftigen – die New Space, in Anlehnung an den Begriff der „irdischen“ New Economy.

Die Space Economy boomt

An diesen Erfolg will man auch in Europa teilhaben und hat 2023 die sogenannte Commercial Cargo Transportation Initiative (CCTI) gegründet. Dabei handelt es sich um ein Förder- und Partnerschaftsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), das private Unternehmen dabei unterstützen soll, kommerziell solide und kostengünstige Frachttransportsysteme zu entwickeln. Ob das gelingt? Seitens der USA läuft die Erschließung des Weltalls durch private und vielfach auch börsennotierte Unternehmen auf jeden Fall auf Hochtouren weiter.

Der Börsengang von SpaceX ist da nur ein Beispiel. Dabei geht es am Ende nicht nur darum, dass Weltall quasi als „Hilfsmittel“ für die Wirtschaft auf der Erde zu nutzen, sondern selbst als Wirtschaftsraum zu erschließen. Die „Space Economy“ bietet nämlich nicht nur Raum für Satelliten, in ihr gibt es auch jede Menge Rohstoffe und Energie. Die könnten eines Tages hilfreich sein, um den Weltraum dauerhaft durch Menschen zu besiedeln.

Das klingt alles sehr fern, ist es aber nicht. Die Space Economy boomt – und hat die World Economy in Sachen Wachstum längst überholt. Sie legt jährlich im Schnitt um neun Prozent zu, dreimal so viel wie die Weltwirtschaft derzeit schafft. Und das Wachstum scheint grenzenlos, denn – und das wusste schon Pythagoras – das Weltall ist unendlich. Welche Unternehmen beziehungsweise Aktien dabei besonders profitieren können, das erläutern wir Ihnen gerne: Kontakt.

 

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Dr_Markus_C_Zschaber_Pressefoto_2025Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.

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