Silber: Langfristig lukrativ
2. Juli 2026
Weil Silber extrem gut leitet, wird es aus der Elektronik- und Rüstungsindustrie stark nachgefragt – und zwar so sehr, dass der Bedarf das Angebot übersteigt. Eine Konstellation, die auch für Anleger Chancen bietet.
Zugegeben, der in den 1960er-Jahren gedrehte Film „Der Schatz am Silbersee“ ist kein herausragendes Kinoerlebnis – und dennoch prägte er nachhaltig unsere Sicht auf Silber. Das Edelmetall hat etwas Geheimnisvolles, auch wenn nicht ganz so Geheimnisvoll wie Gold, aber doch irgendwie interessant.
Silber: Nicht nur Edel-, sondern vor allem Industriemetall
Und das nicht zu Unrecht, denn Silber ist quasi die „Allzweckwaffe“, wenn es um elektrische und thermische Leitfähigkeit geht. Von allen bekannten Rohstoffen hat Silber hier die höchsten Werte. Silber leitet damit besser als Kupfer, das sich in nahezu allen elektrischen Kabeln befindet. Und: Silber wirkt antibakteriell. Deswegen ist Silber auch aus der Medizin und der Lebensmittelverarbeitung nicht wegzudenken. Obwohl die antibakterielle Wirkung quasi nur ein Nebenprodukt ist – nicht das Silber an sich wirkt antibakteriell, sondern freigesetzte positiv geladenen Silber-Ionen –, am Ende läuft es auf den Ausgangsstoff Silber hinaus. Und deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Großteil der Nachfrage nach Silber aus der Industrie kommt. In diesem Punkt unterscheidet sich Silber deutlich von dem „Bruder-Edelmetall“ Gold; hier beläuft sich der Anteil der Nachfrage aus der Industrie nur auf maximal zehn Prozent.
Silber – Bedeutung für die Industrie wächst
Der hohe Anteil der Nachfrage nach Silber aus der Industrie hat Konsequenzen. Im Jahr 2016 lag die Nachfrage bei rund 990 Millionen Unzen, 2025 sollen es circa 1,13 Milliarden Unzen gewesen sein. Auch wenn es dabei zwischenzeitlich mal stärkere und schwächere Jahre gegeben hat, die Entwicklung ist relativ konstant. Dabei hat zuletzt der Anteil der industriellen Nachfrage nach Silber zugenommen. Fast 80 Prozent des Silberangebots gehen mittlerweile in die Industrie. Vor einigen Jahren waren es nur rund 50 Prozent. Das zeigt: Die Industrie nimmt eine immer größere Bedeutung für den Silbermarkt ein.
Hohe Nachfrage nach Silber aus der Rüstung
Stark nachgefragt wird Silber inzwischen unter anderem aus der Solar- und Rüstungsindustrie. Das liegt an den physikalischen Eigenschaften des Edelmetalls, die einzigartig sind. Und Waffensysteme lassen bei der Qualität des Metalls keinerlei Kompromisse zu. Moderne Aufklärungssysteme und Drohnen, aber auch Radaranlagen und Kommunikationssysteme sind mit hochempfindlichen Sensoren ausgestattet. Die silberhaltigen Komponenten gewährleisten dabei präzise Datenübertragungen – auch unter widrigsten Bedingungen. So sind in einem einzigen Tomahawk-Marschflugkörper der US-Armee rund 15 Kilogramm Silber, also 500 Unzen, verbaut. Jährlich werden rund 1.000 Tomahawk-Raketen produziert, was einer Silbernachfrage von 500.000 Unzen entspricht. Das lässt erahnen, wie viel Silber mittlerweile aus der Rüstungsindustrie nachgefragt werden – auch wenn es dazu kaum offizielle Daten gibt.
Silber weist schon länger Angebotsdefizit auf
Während also die Nachfrage nach Silber in den kommenden Jahren anziehen dürfte, stagniert seit Jahren das Angebot. Ein Grund: Silber wird hauptsächlich als Nebenprodukt (Sekundärprodukt) bei der Förderung anderer Metalle gewonnen, während nur ein kleiner Teil in Primärminen gezielt abgebaut wird. Dies macht eine gezielte Angebotserweiterung des immer wichtiger werdenden Metalls überaus schwierig.
Es kommt also nicht von ungefähr, dass Silber auch für Anleger interessant ist. Doch Vorsicht: Die Entwicklung des Silberpreises an der Börse ist keine Einbahnstraße. Auch wenn derzeit vieles für einen signifikant höheren Silberpreis spricht, sollten Anleger die Volatilität im Blick behalten.
Das sollten Anleger beachten
Die volatile Entwicklung resultiert dabei weniger aus Veränderungen bei Angebot und Nachfrage, sondern aus marktspezifischen Gegebenheiten. Der börsliche Silbermarkt gilt als sehr eng, weil industrielle Großverbraucher ihren Silberbedarf meist außerhalb der Börse direkt von Edelmetallhändlern beziehen. Der tägliche Handelsumsatz an den Börsen mit Silber oder Derivaten auf Silber beläuft sich weltweit auf schätzungsweise nur 25 bis 30 Milliarden Dollar.
Wer Silber als Depotbaustein nutzt, muss sich also bestens auskennen, eine Menge Zeit und Know-how und im Idealfall Zugriff auf ein professionelles Risikomanagement haben. Wer dann noch mit Ausdauer und Weitsicht agiert, kann trotz der Schwankungen vom Potenzial, das der Silberpreis wohl langfristig hat, profitieren. Dazu bieten wir von der Vermögensberatungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber Ihnen gerne eine ausführliche Beratung an: Kontakt.
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Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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