Quantencomputer: Warp-Antrieb für die Künstliche Intelligenz

27. Juli 2026

Technologische Neuerungen haben einen stetig wachsenden Einfluss auf unser Leben. Dabei sind zahlreiche dieser Technologien „realer“ als vielen von uns bewusst sein dürfte. Wir beleuchten in diesem und den folgenden Blog-Beiträgen einige dieser Technologien genauer. Dabei starten wir mit den Entwicklungen, Chancen und Risiken rund um Quantencomputer.

Zukunft war gestern – das ist ein beliebtes Sprichwort hierzulande. Es soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass sich vor allem technologische Neuerungen so rasant entwickeln, dass das, was uns wie die ferne Zukunft erscheint, schon längst Realität ist.

Die Künstliche Intelligenz (KI) etwa ist so eine Neuerung. Sie erscheint vielen Menschen fern, dabei leben wir längst mit ihr. Sie findet nicht in „fernen“ Labors statt, sondern bestimmt schon heute den Alltag vieler Menschen mit – und das nicht nur als „Lesehilfe“ auf unserem Smartphone. Viele Industrien wenden mittlerweile die KI an, um Prozesse zu optimieren. Die KI hilft unter anderem in der Medizin, um Krankheiten zu erkennen, in der Medizintechnik, sie steuert Traktoren auf den Feldern, und sie sorgt dafür, dass wir über unser Navi so gelenkt werden, dass wir nicht im Stau stehen. Zukunft war halt gestern.

Quantencomputer lösen komplexe Probleme

Auch Quantencomputer sind so eine Neuerung. Auch sie scheinen vielen Menschen irgendwie fern, sind es aber nicht. Längst arbeiten sie – oft still und leise – im Hintergrund. Der Quantenprozessor Willow von Google zum Beispiel. Er gilt in der Fachwelt als Durchbruch, weil er so viel Berechnungen in wenigen Minuten durchführen kann, für die ein „normaler“ Computer mehrere Milliarden Jahre benötigen würde.

Dabei ist es gar nicht so sehr die Schnelligkeit, auf die es hier ankommt, sondern der Umstand, dass ein Quantencomputer grundsätzlich anders an Problemstellungen herangeht als ein herkömmlicher Rechner. Letzterer verarbeitet Informationen in Form von Bits. Die funktionieren wie ein Kipplichtschalter, entweder „an“ oder „aus“, entweder „1“ oder „0“. Beides geht nicht, zumindest nicht bei Bits. Bei Qubits, der Recheneinheit von Quantencomputern, geht das aber sehr wohl. Sie können „1“ und „0“ gleichzeitig sein. Mit dieser Fähigkeit kommen sie unserer komplexen Welt deutlich näher als ein normaler Computer jemals sein kann.

Die Künstliche Quantenintelligenz

Der Quantencomputertechnologie wird von Experten disruptive Kraft zugeschrieben, soll heißen: sie hat das Potenzial, Bestehendes völlig über Bord zu werfen und Märkte durcheinanderzuwirbeln. Der normale „Bit-Computer“ könnte schon bald der Vergangenheit angehören, der Quantencomputer zum Standard werden. Auch wenn es noch keinen erschwinglichen Quantencomputer von der Stange für jedermann zu kaufen gibt, ist das wohl nur noch eine Frage der Zeit. Vor allem dann, wenn man berücksichtigt, dass die Künstliche Intelligenz erst in Verbindung mit einen Quantencomputer ihr ganzes Potenzial entfalten kann.

Die Künstliche Quantenintelligenz könnte zum wirklichen Konkurrenten der menschlichen Intelligenz werden. KI ohne Quantencomputer, so Beobachter, ist wie Porsche fahren mit tonnenschwerem Anhänger, KI mit Quantencomputer ist wie Porsche fahren mit Warp-Antrieb, in Überlichtgeschwindigkeit. Auch wenn solche Vergleiche vielleicht etwas platt sind, zeigen sie vielleicht doch, was gemeint ist. Zukunft war halt gestern.

Quantencomputer fürs Depot

Und weil das so ist, könnten Unternehmen, die heute noch in Sachen Computer als Non-plus-ultra gelten, schon in kurzer Zeit in Bedrängnis kommen, wenn sie denn dem Quantencomputer zu wenig Beachtung schenken. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden neue Unternehmen aufkommen – und womöglich einen nicht unbeachtlichen Marktanteil erreichen. Das ist disruptiv, im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei können Anleger schon heute den Quantencomputer in ihr Depot packen. Mit welchen Aktien das funktioniert, dazu mehr in einem Gespräch: Kontakt.

 

Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss.

V.M.Z. Newsletter

Unser Newsletter informiert Sie stets über die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.

Dr_Markus_C_Zschaber_Pressefoto_2025Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.

Analysen & Kommentare