Qualität statt Schulden
11. September 2025
Staatsanleihen vermeintlich sicherer Schuldner bieten nur eine geringe Rendite; erschwerend kommt nun noch hinzu, dass sie auch zunehmend ihren Ruf als sicheren Hafen einbüßen. Aktien von Qualitätsunternehmen sind hingegen solide und weisen eine vergleichsweise hohe Rendite auf. Doch die Identifikation der aussichtsreichen Titel ist alles andere als trivial.
Aktien statt Anleihen, dieser Tipp ist nicht neu, gewinnt aber zunehmend an Brisanz. Denn Anleihen, gemeint sind hier die Schundverschreibungen der Länder – also Staatsanleihen –, könnten in Zukunft verstärkt unter Druck kommen. Viele Länder machen nämlich mehr und mehr Schulden.
Deutschland etwa, lange Zeit der Inbegriff für solides Wirtschaften, hat seine Schuldenbremse deutlich aufgeweicht. Dass das nicht freiwillig oder gar aus böser Absicht passiert, ist dabei relativ egal. Mehr Schulden führen am Ende nahezu automatisch zu höheren Zinsen – und damit zu fallenden Kursen bei den Anleihen. Der Zusammenhang ist schnell erklärt: je mehr Schulden, desto mehr Zinsen müssen die Staaten zahlen, um den Anlegern ihre Schuldverschreibungen schmackhaft zu machen. Und je höher die Zinsen steigen, desto unattraktiver werden jene Anleihen, die zu älteren Konditionen und Zinssätzen gehandelt werden; sie werden abgestoßen, was die Kurse der Anleihen insgesamt unter Druck bringt.
Staatsverschuldung zum Teil hausgemacht
Dass das durchaus eine real existierende Gefahr ist, wie man so schön sagt, zeigt ein kurzer Blick auf die Verschuldungsquoten der führenden Industrienationen. Da liegt Japan mit über 230 Prozent an der Spitze, gefolgt von den USA mit über 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; auf Platz drei und nicht wirklich besser als die USA die Wirtschaftsmacht China, mit über 96 Prozent, auf Platz vier dann schließlich die Eurozone mit 88 Prozent Staatsverschuldung. Nun, auch diese Zahlen sind nicht wirklich neu, gewinnen aber ebenfalls an Brisanz: Zum einen, weil eine Schuldenkrise per Definition dann erreicht ist, wenn die Nettoverschuldung auf mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigt; zum anderen, weil vieles darauf hindeutet, dass die Verschuldungsquoten in Zukunft noch weiter steigen werden.
So steigen die Sozialausgaben stetig, weil unter anderem die Bevölkerung immer älter wird, was die Ausgaben für Rente und Gesundheit rasant anziehen lässt, zumal umfassende und dringend notwendige Reformen – und keine Reförmchen – weiterhin auf sich warten lassen. Hinzu kommen, auch angesichts der geopolitisch herausfordernden Gemengelage, wachsenden Ausgaben für die Verteidigung. Außerdem wurde jahrzehntelang zu wenig in die Infrastruktur investiert, was nun den Mangel und die anstehenden Ausgaben erst recht nach oben treibt. Auch zahlreichen Subventionen dürften sich bei genauerem Hinsehen als unnötig und bestenfalls als Klientelgeschenk erweisen.
Qualitätsaktien als Fundament
Galten Staatsanleihen an der Börse früher als „sicherer Hafen“, ist hinter dieser Aussage heute also zumindest ein dickes Fragezeichen zu setzen. Nicht wenige Besitzer von Staatsanleihen fragen sich, wie sicher ist mein Investment noch?
Demgegenüber spielen Aktien einen nicht zu unterschätzenden Vorteil aus, denn sie beruhen nicht wie Anleihen auf Schulden, sondern sind ein verbrieftes Stück Eigenkapital an einem Unternehmen. Mit einer Aktie ist ein Anleger Anteilseigner, im Englischen auch als Stakeholder bezeichnet, Besitzer einer Anleihe sind hingegen Gläubiger, die zwar einen Anspruch auf Rückzahlung und Zinsen haben, aber keine Besitzrechte am Schuldner. Das macht den Unterschied, der vor allem in schwierigen Zeiten wichtig ist.
Aktie ist nicht gleich Aktie
Wer Aktien von „Qualitätsunternehmen“ besitzt, muss sich wenig Sorgen um die Zukunft seines Papiers machen. Ganz im Gegenteil: Qualitätsaktien bieten sogar eine Art Schutz vor den ausufernden Schulden der Staaten. Selbst wenn ein Land Zahlungsschwierigkeiten anmeldet, was bei den Anleihebesitzern zu schlaflosen Nächten führen würde, könnten Aktienbesitzer ruhig bleiben. Denn mit einer soliden Bilanz, guten Geschäftsaussichten, einer langjährigen Erfolgshistorie und einer ordentlichen Dividendenrendite sind Qualitätsunternehmen heute besser aufgestellt als viele Staaten.
Qualitätsaktien, die diese Merkmale erfüllen, bereichern das Depots eines Anlegers nicht nur, sie stellen quasi das Fundament für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien da – und das auch in einem unsicheren Umfeld, in dem selbst Staaten durch ausufernde Schulden auf sich aufmerksam machen. Aber: Die Identifikation solcher Aktien ist alles andere als trivial. Qualitätsaktien findet man nur mit umfassender Recherche, viel Erfahrung und eine Menge Wissen. Kurzum: Anleger sollten unbedingt auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Wir von der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber bieten unseren Kunden eine umfassende und professionelle Beratung, gemeinsam machen wir uns mit Ihnen auf den Weg zu einem sicheren und renditestarken Depot: Kontakt.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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