Logistikbranche im Umbruch
17. Dezember 2025
In der Logistikbranche treffen zahlreiche technologische Neuerungen aufeinander. Es kommt also nicht von ungefähr, dass sich der Logistiksektor gerade ein wenig neu erfindet. Wie tiefgreifend die Veränderungen sind und wie man als Anleger davon profitieren kann.
Es gibt Branchen, in denen technologische Umbrüche kumulieren, zusammenlaufen, sich bündeln – und damit quasi alles verändern. Die Logistikbranche ist so eine. Das mag man auf den ersten Blick gar nicht sehen, aber auf den zweiten wird es verständlich. Denn die technologischen Umbrüche, die hier zusammenlaufen, sind Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz, Drohnen und neue Antriebstechnologie, wie die Elektrifizierung.
Hört sich gewaltig an, ist es auch, immerhin gehören all diese Trends zu den derzeit wichtigsten Veränderungen, die unser Leben aktuell und in Zukunft beeinflussen. Doch schauen wir uns diese Entwicklungen kurz im Einzelnen an, auch wenn es hier und da Überschneidungen gibt.
Die Trends, die die Logistikbranche verändern
- Autonomes Fahren: Lastkraftwagen, die eigenständig und ohne Fahrer an Bord über die Straßen lenken, sind alles andere als Fantasie. Die ersten Versuche und Modelle gibt es – auch wenn sie so noch nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind. Doch das wird kommen. Die Vorteile sind klar: eine deutliche Kostenreduktion, da keine Fahrer mehr benötigt werden, und eine 24-stündige Auslastung der LKWs, da keine Ruhezeiten mehr eingehalten werden müssen.
- Künstliche Intelligenz: Sie trägt nicht nur wesentlich zum Autonomen Fahren bei, sondern sorgt heute schon dafür, dass Transportrouten optimal geplant und Leerfahrten vermieden werden.
- Drohnen: Verdammt, denkt sich der Fahrer, das Paket muss ja in den zehnten Stock. Kein Problem, Paket unter die Drohne geklemmt, und hoch geht es. Science-Fiction? Keineswegs. Nahezu alle großen Versandhäuser, die über eine eigene Logistik verfügen, arbeiten an Drohnenzustellungen. Die fliegen selbstständig durch autoverstopfte Städte und liefern pünktlich ihre Pakete ab. Post per Drohne funktioniert auch prima auf dem Land. Ein Zusteller, der kilometerweit fahren muss, um ein einziges Paket auszuliefern, entfällt dann.
- Alternative Antriebstechnologien: LKWs fahren mit Wasserstoff oder Elektromotor – das gibt es schon, die Flottenumrüstung läuft auf Hochtouren. Doch das ist nur die eine Seite, die andere: Gerade in Großstädten kommen auf einmal Fortbewegungsmittel zum Einsatz, die man von früher kannte, nun aber wieder gefragt sind, wie etwa das Lastenfahrrad. Das kann prima durch jede Fußgängerzone fahren, umwindet jeden Stau. Mit Autonomen Fahren, KI und Elektromotor ausgestattet, wird aus dem Lastenfahrrad ein autonom agierender Roboter. Die Automatisierung und Robotik ist auch so ein Trend, der die Logistikbranche im Griff hat, und die wir bis dato gar nicht aufgeführt haben.
Fusionen und Übernahmen – auch damit punktet die Logistikbranche
Man sieht, in der Logistikbranche kumulieren zahlreiche technologische Neuerungen. Die Logistik ist sozusagen eine Spielwiese, auf der sich die Technik, in „Labors“ entwickelt, nun im Alltag beweisen muss und vorangetrieben wird. Von solchen Branchen gibt es einige, auch die Landwirtschaft wäre hier etwa zu nennen, doch die Logistik hat noch ein weiteres „Zückerli“ zu bieten, gerade auch an der Börse: Mergers & Acquisitions, also Fusionen und Übernahmen.
Grund: Die Top-20-Logistikunternehmen halten derzeit nur einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent. Das verlangt quasi nach einer Übernahmewelle, am Ende wird es wohl nur eine Handvoll Logistikkonzerne geben, die zumindest auf der Weltbühne die Fäden, sprich den Handel in der Hand halten. Das betrifft nicht nur den klassischen Transportweg über die Straße, auch Reedereien, Fluglinien und Versandhäuser werden hier mitspielen.
Für Anleger gibt es mehrere spannende und vielversprechende Möglichkeiten am Aktienmarkt, um an den Veränderungen in der Logistikbranche teilzuhaben. Welche Logistikaktien das sind, wann und wie der Einstieg gelingt, das erläutern wir Ihnen gerne näher in einem persönlichen Gespräch: Kontakt.
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Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.
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