Ohne Kabel geht es nicht
25. Februar 2026
Strom aus Nordafrika nach Europa? Durchaus denkbar, aber: Für den langen und aufwendigen „Transport“ braucht es jede Menge Kabel. Und überhaupt, ohne Kabel keine Energiewende. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Aktien ausgesuchter Kabelhersteller auf mittlere und lange Sicht attraktive Renditechancen bieten.
Ok, zugegeben, die Idee ist nicht neu. Weil man in Europa – und insbesondere in Deutschland – immer mehr auf regenerative Energien beim Stromverbrauch zurückgreifen möchte, hierzulande aber Platzprobleme bei der Errichtung etwa von Photovoltaik- und Windkraftanlagen hat, lässt man sich den grünen Strom einfach aus Nordafrika kommen. Dort sind die Produktionsbedingungen geradezu ideal – viel Sonne, viel Wind, und dazu jede Menge Platz.
Kabelhersteller hoffen auf Nordafrika
Und außerdem würde das den nordafrikanischen Staaten eine Einnahmequelle eröffnen und für neue Arbeitsplätze sorgen, in einer, sagen wir mal pauschal sehr strukturschwachen Region. Eine Win-Win-Situation nennt man so etwas, jeder hat was davon. Das Desertec-Project ist so ein Vorhaben, das zu Beginn der 2000er-Jahre aufkam. Initiator Gerhard Knies, Physiker und Vordenker, hatte eine simple, aber bestechende Rechnung aufgemacht: Weniger als ein Prozent der Fläche der Sahara reichen aus, um den weltweiten Strombedarf zu decken.
Strom aus Marokko für Deutschland
So richtig umgesetzt wurde Desertec nicht, die Idee blieb aber. Und so hat sich die Deutsche Bundesregierung einem neuen Projekt gewidmet: Sila Atlantik. Das soll in Marokko verwirklicht werden. Gespräche mit der marokkanischen Regierung laufen, Interesse zeigen beide Seiten. Ziel ist die Errichtung von Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 15 Gigawatt. Zum Vergleich: In Deutschland sind derzeit Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 200 Gigawatt installiert. 15 Gigawatt sind da also eine durchaus sinnvolle und signifikante Ergänzung, zumal der Strom aus Marokko recht konstant fließen kann. Auch wenn die Sonne mal nicht scheint, was in Marokko eher die Ausnahme ist, an der Atlantikküste weht ein fast beständiger rauer Wind.
Stromtransport aus Marokko – ohne Kabelhersteller funktioniert das nicht
Also, alles perfekt? Ja und nein. Auch wenn die Idee prima ist und an der Umsetzung fleißig gearbeitet wird, es gibt durchaus ganz praktische Probleme – etwa die Beschaffung von Kabelmaterial. Immerhin müssen Kabel von Marokko nach Deutschland verlegt werden, quer durch Meere und Flüsse und über Berge. Je nah Route sind das 4.000 bis 5.000 Kilometer, und das mindestens in zwei Strängen. Und so ein Kabel gibt es nicht Baumarkt nebenan, da muss man sich schon was einfallen lassen. Neue Kabelbaukapazitäten müssen errichtet werden – und das am besten in Deutschland selbst, um Lieferengpässe auszuschließen und Logistikprobleme sowie Transportkosten möglich klein zu halten.
Kabelhersteller sind hochspezialisierte Unternehmen
Das Beispiel Sila Atlantik zeigt, welche Bedeutung die Kabelproduktion für die Energiewende hat. Es sind gar nicht mal so sehr die eigentlichen Anlagen wie Solarzellen, an denen es häufig hapert, es sind quasi die „Dinge“ dahinter, die meist unscheinbar verbaut oder in der Erde verbuddelt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass solche Kabel nicht billig sind. Da sie meist aus Kupfer gefertigt sind, und Kupfer unter dem Strich seit Jahren steigt, sind sie nicht nur eine technische Herausforderung, auch am Rohstoffmarkt müssen sich die Hersteller geschickt bewegen.
Fakt ist: Kabelhersteller sind hochspezialisierte Unternehmen. Von denen gibt es nicht viele, aber die, die es gibt, schauen voller Zuversicht in die Zukunft. Denn sie wissen, ohne sie geht es nicht. Dies bedeutet nun aber nicht, dass alle an der Börse notierten Kabelhersteller gleichermaßen gute Chancen bieten. Es gibt durchaus einige Unternehmen am Aktienmarkt, die auf mittlere und lange Sicht ein wenig mehr zu bieten haben als die Konkurrenz.
Welche Kabelhersteller in Frage kommen, und wie man überhaupt sinnvoll in den Sektor der Kabelbauer investieren kann, dazu mehr in einem Gespräch: Kontakt
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