Impfen: Die richtige Dosis fürs Depot

13. August 2026

Früher wurde gegen Pocken geimpft, heute unter anderem gegen Grippe, Corona, Meningokokken und Krebs. Der Markt für Impfstoffe hat sich deutlich erweitert. Weshalb diese Entwicklung auch Anlegern Chancen bietet, erfahren Sie im vierten Teil der Serie zu den technologischen Neuerungen.

Zugegeben, die Idee ist alles andere als neu. Aber die Methoden haben sich in den zurückliegenden Jahrhunderten deutlich verfeinert. Schon im 18. Jahrhundert wurden erste Impfstoffe gegen Krankheiten entwickelt, wobei Pocken zuerst auf dem Behandlungsplan standen. Dabei bekamen Menschen das Sekret, das aus Kuhpockenwunden entnommen wurde, verabreicht. Der menschliche Körper entwickelte daraufhin Antikörper, der Behandelte konnte nicht mehr an Pocken erkranken – oder gar sterben.

Auch wenn die Details damals nicht bekannt waren, so wurden Viren erst zum Ende des 19. Jahrhunderts hin entdeckt, der erste Impfstoff war erfunden. Ein Lebendimpfstoff, wie er zum Teil heute noch angewendet wird.

mRNA-Impfstoffe lassen sich vielfältig einsetzen

Doch wie gesagt, die Methoden haben sich extrem verfeinert. Spätestens mit der Entdeckung der mRNA zu Beginn der 1960er-Jahre taten sich völlig neue Möglichkeiten bei der Entwicklung von Impfstoffen auf. Von nun an war es möglich, statt Viren, bei deren Verabreichung immer ein gewisses Risiko mitspielt, dem Körper „Baupläne“ zur Verfügung zu stellen, mit denen das Immunsystem selbst Antigene konstruieren kann. Solche mRNA-Impfstoffe gelten als Zukunft in der Impfstoffentwicklung.

Großflächig zum Einsatz kamen sie schon bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Unternehmen wie Biontech und Moderna entwickelten in kürzester Zeit neue Präparate. Dabei stammen diese Unternehmen ursprünglich aus der Krebsforschung. Und spätestens hier wird klar, mit mRNA-Impfstoffen lassen sich nicht nur klassische Infektionskrankheiten, wie eben Corona, sondern auch Krankheiten wie Krebs behandeln.

Vorbeugende oder therapeutische Krebsimpfstoffe

Dabei wird zwischen zwei Einsatzmethoden unterschieden. Erstens gibt es Impfstoffe, die präventiv, also vorbeugend gegen Krebs eingesetzt werden, in dem sie vor krebserregenden Viren schützen. Diese Methode ist bereits in der Anwendung, wie etwa die HPV-Impfung, die vor Infektionen mit humanen Papillomviren schützen, die die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs sind.

Zweitens gibt es Impfstoffe, die zum Zuge kommen, wenn der Krebs schon ausgebrochen ist. Bei diesen sogenannten therapeutischen Krebsimpfstoffen wird das Immunsystem der Erkrankten gezielt stimuliert und trainiert; mit dem Ziel, die Turmozellen zu zerstören. Diese Impfstoffe befinden sich noch in klinischen Testphasen, sind derzeit also noch nicht zugelassen, doch das dürfte wohl nur noch eine Frage der Zeit sein.

Vektorimpfstoffe und Künstliche Intelligenz

Doch Krebsmedikamente sind nur eine Entwicklung am Impfstoffmarkt. Im Visier der Forscher stehen auch degenerative Nervenleiden wie Alzheimer und HIV. Im Grunde genommen, so Experten, gleicht die Technik der mRNA-Impfstoffe einem großen Baukasten, mit dem man eine ganze Reihe von Krankheiten bekämpfen kann. Diese Art der Impfstoffe hat sich zu einer Plattformtechnologie entwickelt. Dabei gibt es neben mRNA-Impfstoffe auch andere Technologien, wie beispielsweise Vektorimpfstoffe. Sie zählen wie die mRNA-Impfstoffe zu den genetischen Impfstoffen. Vektorimpfstoffe kommen derzeit unter anderem bei der Behandlung von Ebola zum Einsatz, einer schweren und meist tödlich verlaufenen Infektion. Zudem versprechen sich Forscher mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Entwicklung neuer Impfstoffe große Fortschritte.

Das sollten Anleger wissen

Diese wenigen Beispiele zeigen, Impfstoffe haben sich nicht nur zu einem zentralen Forschungsbereich in der Medizin entwickelt. Eine Schlüsselbranche, die neben medizinischem Wissen auch viel technologisches Know-how umfasst, wie etwa der Einsatz von KI. Nicht umsonst gibt es zwischen der Technologie- und der Pharmabranche zahlreiche Kooperationen. Welche Unternehmen dabei an der Börse notiert und zudem aussichtsreich sind, das erklären wir Ihnen gerne in einem Gespräch: Kontakt.

 

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Dr_Markus_C_Zschaber_Pressefoto_2025Über den Autor:
Dr. Markus C. Zschaber, Gründer und Geschäftsführer der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft, gilt als einer der erfahrensten und renommiertesten Vermögensverwalter in Deutschland und begleitet alle Prozesse im Unternehmen aktiv mit.

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